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7 Anerkannte Betreuungsangebote zur Unterstützung im Alltag

7.1 Betreuungsgruppen und Cafés

Angebote der niederschwelligen Betreuung in der Gruppe / im Café laden neben dem geselligen Kaffeetrinken einfach nur zum Verweilen und Plauschen ein, ermöglichen ein Gesprächs- und Spieleangebot für die Erkrankten oder teils auch gemeinsam mit den Angehörigen / Bezugspersonen.

Zeichner der Charta des DemenzNetzes

Bad Oeynhausen

Café HilDe - Frühstückstreff für Menschen mit Demenz und AngehörigeKontakt: Doris Kaase, Demenzfachdienst im Kreis Minden-Lübbecke

Tannenbergstr. 23
32547 Bad Oeynhausen

Telefon: 05731 15 32 42 8

Sonstiges: 1. Mittwoch im Monat, 10.00 – 12.00 Uhr

Espelkamp

Café im Atrium TreffKontakt: Heidrun Körbe, Atrium Care

Bischof-Hermann-Kunst-Platz 1
32339 Espelkamp

Telefon: 05772 60 00

Sonstiges: dienstags, 10.00 – 12.00 Uhr

Betreute Gruppe: „Kochen und Backen im Atrium Treff“Kontakt: Heidrun Körbe, Atrium Care

Bischof-Hermann-Kunst-Platz 1
32339 Espelkamp

Telefon: 05772 60 00

Sonstiges: freitags, 10.00 – 13.00 Uhr

Lübbecke

Gruppenangebot „Aktivierungsinsel“Kontakt: K & K Pflegedienst

Bahnhofstr. 16
32312 Lübbecke

Telefon: 05741 36 65 0

Sonstiges: 2 Termine im Monat, den zweiten und vierten Mittwoch von 15.00 – 17.00 Uhr/ Zusätzliche Angebote: z.B. Spaziergänge, Eis essen, kleinere Ausflüge u.ä.

Pr. Oldendorf

Gemeinsam - nicht allein sein e.V.Kontakt: Rosemarie Henke, gemeinnütziger Nachbarschaftshilfeverein

Im Kamp 2
32361 Pr. Oldendorf

Internet: www.genial-sein.de.tl
E-Mail: rosemarie.henke@teleos-web.de
Telefon: 05742 6009884

Sonstiges: Kleingruppenbetreuung Mo- Fr von 08:00 - 12:00 Uhr (Förderung der individuell vorhandenen Fähigkeiten unter Berücksichtigung der Interessen) Erzählkaffee - montags 14tägig in jeder ungeraden Woche von 15:00 bis 17:30 Uhr/ Spielnachmittag - montags 14tägig in jeder geraden Woche von 15:00 bis 17:30 Uhr/Kreativtreff - jeden Freitag 15:00 bis 17:30 Uhr

Rahden

Café HilDeKontakt: Karin Thies, Tagespflegeeinrichtung Arche

Flachsstr. 7
32369 Rahden

Telefon: 05771 91 68 55

Sonstiges: Montag im Monat, 14.30 – 17.00 Uhr

Stemwede

Café für Menschen mit DemenzKontakt: Petra Krämer, mobicare

Gustav-Niermann-Weg 18
32351 Stemwede-Wehdem

Telefon: 05474 20 50 00

Sonstiges: jeden Montag und jeden Mittwoch, 14.00 – 16.00 Uhr, in den Räumen des Betreuten Wohnens Stemweder Berg

Überregional

Gruppenangebot „Aktivierungsinsel“Kontakt: K & K Pflegedienst

Lange Str. 69
32602 Vlotho

Telefon: 05733 30 42

Sonstiges: 2 Termine im Monat, den ersten und dritten Mittwoch von 15.00 – 17.00 Uhr/ Zusätzliche Angebote: z.B. Spaziergänge, Eis essen, kleinere Ausflüge u.ä.

Weitere Anbieter

Betreuungsgruppe für Menschen mit DemenzKontakt: Karin Leintersdorf, APD Ambulanter Pflegedienst

Viktoriastr. 61
32423 Minden

Telefon: 0571 32 09 63 (freitags bis 11.00 Uhr)

Sonstiges: dienstags, 14.00 – 17.00 Uhr

7.2 Stundenweise Entlastung durch freiwillige Helfer/-innen / Alltagsbegleiter/-innen

Die freiwilligen Helfer/-innen sind im Umgang mit Menschen mit Demenz ausführlich geschult und qualifiziert. Sie besuchen die betroffenen Menschen stundenweise zu Hause, um zum einen den Angehörigen ein paar freie Stunden zu ermöglichen und zum anderen den Erkrankten zu betreuen oder einfach Gesellschaft zu leisten, z. B. durch Klönen, Spaziergänge, Vorlesen oder Fotoalben ansehen. Je nach Wunsch kommen die Betreuungspersonen regelmäßig beispielsweise 1-2 Mal wöchentlich oder bei Bedarf. Die Aufwandsentschädigung für die Helfer/-innen wird ggf. nach Antragstellung von der Pflegekasse erstattet.

Zeichner der Charta des DemenzNetzes

Pr. Oldendorf

Gemeinsam - nicht allein sein e.V.Kontakt: Rosemarie Henke, gemeinnütziger Nachbarschaftshilfeverein

Im Kamp 2
32361 Pr. Oldendorf

Internet: www.genial-sein.de.tl
E-Mail: rosemarie.henke@teleos-web.de
Telefon: 05742 6009884

Sonstiges: Einzelbetreuung: Unterstützung und Entlastung pflegender Angehöriger (individuell nach Absprache)/ Helferkreis: Unterstützung bei der Bewältigung des Alltagslebens (einzelne Helfer/-innen betreuen Pflegebedürftige stundenweise in deren eigener Häuslichkeit und entlasten zu Pflegende und pflegende Angehörige auch im Hinblick auf hauswirtschaftliche Erfordernisse gemäß § 45c SGB XI Absatz 3a)

7.3 Stundenweise Entlastung durch professionelle Seniorenbegleiter/-innen

Hierbei handelt es sich auch um anerkannte Betreuungsangebote, die über die Pflegekassen im Rahmen der zusätzlichen Betreuungsangebote (§45c SGB XI) oder aber über die Verhinderungspflege (§39 SGB XI) abgerechnet werden können. Die Leistungen der professionelle Seniorenbegleiter/-innen sind wie die der freiwilligen Helfer/-innen (siehe oben unter 7.2).

Zeichner der Charta des DemenzNetzes

Bad Oeynhausen

Barbara RochowAlltagsassistenz und Seniorenbegleitung für Menschen mit Demenz

Hahnenkampstr. 85
32549 Bad Oeynhausen

E-Mail: internetbr@rochow-web.de
Telefon: 05731 41161

Lübbecke

Sylvia BorischHilfe und Begleitung für Senioren und pflegende Angehörige

Lange Straße 14
32312 Lübbecke

Internet: www.sylvia-borisch.de
E-Mail: info@sylvia-borisch.de
Telefon: 05741 2749970

Sonstiges: Mobil 0174/ 925 28 82

Beste Begleitung im AlltagBeate Albers

Am Zollamt 21a
32312 Lübbecke

E-Mail: info@beste-begleitung-albers.de
Telefon: 05741 2335300

Minden

Monika GramcMarte Meo Praktikerin, Alltagsbetreuung für Menschen mit Demenz

Eickhof 13
32425 Minden

E-Mail: monika-gramc@t-online.de
Telefon: 0571 93406569

Impuls – Betreuung und Gesellschaft für SeniorenHeidrun Körbe

Am Biemker Bach 20
32429 Minden

E-Mail: info@seniorenbetreuung-impuls.de
Telefon: 0157 78902526

Porta Westfalica

Doris Kaase

Im Stillen Winkel 12
32457 Porta Westfalica

E-Mail: post@doriskaase.de
Telefon: 0571 9733731

Betreuungs- und Alltagsservice RoßmannThomas Roßmann

Kaanstr. 11
32457 Porta Westfalica

E-Mail: rossmann-betreuung@gmx.de
Telefon: 0571 38887912

Weitere Anbieter

Dr. Marie-Luise WindolphGesellschafterin für Demenzkranke, Naturerlebnispädagogik

Arndtstr. 29
32547 Bad Oeynhausen

Telefon: 05731 98 06 63

Sonstiges: Mobil 0175 - 33 07 36 8

7.4 Hilfestellungen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe

Es gibt institutionelle, formelle und informelle, d.h. rein private Nachbarschaftshilfe.

7.4.1 Informelle, rein private Nachbarschaftshilfe

Die informelle, rein private Nachbarschaftshilfe ist ein reiner Gefälligkeitsdienst und es sind keine weiteren Bestimmungen zu beachten. Hilfreich kann es sein, dass eine engagierte Nachbarin oder ein engagierter Nachbar sich schulen lässt, um mit schwierigen Verhaltensweisen und krankheitsbedingten Veränderungen in der Beziehung zur Nachbarin bzw. zum Nachbarn besser umgehen zu können. Diese Schulung zahlt die Pflegekasse und Angebote sind über den Demenzfachdienst (siehe Punkt 2.1) zu erfragen.

7.4.2 Formelle Nachbarschaftshilfe im Sinne der Pflegekassen

Von der informellen, rein privaten Nachbarschaftshilfe ist die formelle Nachbarschaftshilfe im Sinne der Pflegekassen zu unterscheiden. In Nordrhein-Westfalen beinhaltet die formelle Tätigkeit als Nachbarschaftshelferin oder Nachbarschaftshelfer im Sinne der Pflegekassen (nach §45b/c SGB XI) die stundenweise Einzelfallbetreuung in der familiären Umgebung. Diese Form der Nachbarschaftshilfe bei Demenz ist durch die Pflegekasse des Pflegebedürftigen anzuerkennen. In einem bestimmten Rahmen kann dann auch eine Aufwandsentschädigung über die Pflegekasse abgerechnet werden.

Achtung: Leider gibt es keine einheitlichen Regelungen zur Umsetzung für alle Pflegekassen. Einzelne Pflegekassen legen auf individuelle Regelungen in der Anerkennung der Nachbarschaftshilfe wie der Zugangsqualifikation wert. Bitte wenden Sie sich jeweils an die Pflegekasse des Pflegebedürftigen.

Mehrheitlich gelten bei den Pflegekassen folgende Voraussetzungen für die Anerkennung:

  • ein vorbestehendes, freundschaftliches Vertrauensverhältnis zwischen dem erkrankten Nachbarn und seinem Nachbarschaftshelfer und
  • die Teilnahme an einer Schulung, die Wissen über die Erkrankung, den Umgang mit Menschen mit Demenz und die Möglichkeiten und Grenzen der Nachbarschaftshilfe vermittelt hat und
  • Nachbarschaftshelfer dürfen nicht im selben Haushalt wohnen oder mit dem Hilfebedürftigen verwandt sein und
  • die Hilfeleistung darf nicht beruflich erbracht werden.

Mit dem Antrag auf Anerkennung als Nachbarschaftshelfer muss der Nachweis über die Teilnahme an einer Schulung nach §45 SGB XI (Pflegekurs) eingereicht werden. Dieser Nachweis muss auch die Schulung über das Krankheitsbild Demenz ausweisen. Wer keine Qualifizierung dieser Art nachweisen kann, kann sie über eine Schulung in der Kompetenzwerkstatt Pflege und Demenz im Kreis Minden-Lübbecke (Tel.: 0571 - 82 80 21 5) erwerben. Die Schulung umfasst zwei Schulungstage mit je sechs Unterrichtseinheiten. Die Teilnahme an dieser Schulung ist kostenlos.
Wenn die Nachbarschaftshilfe bei Demenz kein reiner Gefälligkeitsdienst ist, sind steuerrechtliche und versicherungsrechtliche Fragen zu klären. Dazu wird in der Schulung der Kompetenzwerkstatt Pflege und Demenz informiert und auch ein von den Pflegekassen entworfenes Abrechungsformular bereitgestellt.

7.4.3 Institutionelle Nachbarschaftshilfe nach §45b SGB XI (vgl. oben unter 7.1 und 7.2)

Hierbei handelt es sich im Sinne der Pflegeversicherung auch um ein niedrigschwelliges Betreuungsangebot, in dem Helferinnen und Helfer unter fachlicher Anleitung die Betreuung von Pflegebedürftigen mit erheblichem Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung in Gruppen oder im häuslichen Bereich übernehmen sowie pflegende Angehörige entlasten und beratend unterstützen.