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12 Zahnärztliche Behandlung

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und die Bundeszahnärztekammer weisen auf folgende Probleme hin: Die Zahngesundheit von betagten, multimorbiden und pflegebedürftigen Menschen sowie von Menschen mit Behinderungen ist deutlich schlechter als die anderer Bevölkerungsgruppen. Ältere Menschen besitzen heute immer mehr eigene Zähne und somit nehmen Erkrankungen an Wurzelkaries wie auch Erkrankungen des Zahnhalteapparats wie z. B. Parodontitis zu. Diese Entwicklung ist alarmierend, denn Parodontitis weist Wechselwirkungen zu allgemeinmedizinischen Beschwerden wie Herzkreislauferkrankungen, Diabetes mellitus oder Lungenerkrankungen auf. Durch die Wundflächen ergeben sich Infektionsrisiken für den gesamten Körper.

Eine besondere Risikogruppe stellen ältere Menschen dar, die an einer Form von Demenz erkrankt sind. Sie können sich zu bestehenden Zahnerkrankungen nur bedingt äußern. Wortfindungsstörungen und der Verlust von kognitiven und koordinativen Fähigkeiten führen dazu, dass sie Schmerzzustände nicht rechtzeitig oder gar nicht mehr beschreiben und benennen können. Zudem wird die Zahnpflege im Krankheitsverlauf immer schwieriger. Oft kommt es zu einer vollständigen Übernahme der Zahnpflege von Angehörigen oder Pflegepersonal. Aufgrund der Abnahme kognitiver Fähigkeiten wird die Zahnpflege erschwert oder verweigert. Das führt im Umkehrschluss dazu, dass Erkrankungen schneller voran schreiten und zahnmedizinische Behandlungen nötig werden. Diese zahnmedizinischen Behandlungen stellen nicht nur die an demenzerkrankten, pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen vor große Schwierigkeiten, auch die behandelnden Zahnärzte stehen vor neuen Herausforderungen. Zudem können Pflegebedürftige mit Demenz nur bedingt eine Zahnarztpraxis aufsuchen und die Akzeptanz der Behandlungen ist herabgesetzt. Hausbesuche der Zahnärzte sind nicht die Regel und die Angst der Erkrankten ist ein bedeutsamer Faktor.

ABER:

  • Seit dem 01.04.2013 finanzieren die Krankenkassen für Pflegeversicherte mit eingeschränkter Alltagskompetenz den Hausbesuch für ihre Versicherten.
  • Zudem wird in Kooperation mit der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe versucht, die zahnärztliche Versorgung im DemenzNetz Kreis Minden-Lübbecke zu optimieren.

Wenn Sie auf Versorgungsprobleme stoßen, wenden Sie sich bitte an das DemenzNetz Kreis Minden-Lübbecke oder aber an die hiesigen Seniorenbeauftragten der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe:

Niklas Lehmann
Bismarckstr. 20 a
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 – 22 10 2

Dr. med. dent. Oliver Speyer
Niederwall 9
32312 Lübbecke
Tel. 05741 – 12 62 2

Dr. med. dent. Wolfgang Panthenius
Hahler Str. 91 – 93
32427 Minden
Tel. 0571 – 23 96 2

Die Praxis Panthenius hat auf Ihrer Homepage (http://www.panthenius.de/praxis-hausb.shtml) folgendes Angebot ausgeschrieben:

„Der Mobile Zahnarzt - Der Zahnarzt auf Rädern - Der Hausbesuchszahnarzt - Hausbesuche ans Krankenbett"

Sollten Sie es Ihnen nicht möglich sein, zu mir in die Praxis zu kommen, kein Problem ich komme zu Ihnen. Vereinbaren Sie bitte vorher einen Termin mit der Dame an der Zentrale (0571-23962) und ich werde Sie so schnell es geht besuchen.

Sollten Sie schon vorher zahnärztlichen Rat benötigen, schauen Sie sich doch bitte in der Ratgeber-Ecke um. Vielleicht finden Sie ja schonmal einen Hinweis, wie Sie selbst Ihr Problem lindern können.“

Petershagen

Zahnärzte am „Alten Lahder Forsthaus“Dr. D. Rahlfs, ZA Th. Vidahl, ZA A. Braun

Schillerstr. 12
32469 Petershagen

Telefon: 05702 85633