Bilder der Künstlergruppe Rahden zum Thema Demenz

Hannelore Kühnen - Abgesondert

Hannelore Kühnen - Abgesondert

Inspiriert durch Umberto Boccionis Portrait seiner Mutter im Stil des Kubismus und Futurismus ent-stand das Bild „Abgesondert“ .Es stellt eine dementen älteren Herrn mit drei Gesichtern dar. Das erste zur Seite blickende Gesicht wirkt ins sich gekehrt. In Gedanken versunken in Erinnerungen an die Kindheit, symbolisiert durch die drei Kinder in der linken Ecke. Das zweite Gesicht blickt auf die junge Frau, die beschützend ihre Hand auf die Schulter des alten Mannes gelegt hat, aber abwesend nach vorne blickt. Sie ist der weißen Trauer entsprechen in weiß dargestellt. Das dritte Gesicht ist als blauer Wirbel dargestellt und drückt die verschwindenden Erinnerungen und Gedanken aus. Die Desorientierung eines demenzkranken Menschen wird durch die kubistisch angeordneten Häuser ausgedrückt.

Hannelore Kühnen - Erinnerungen

Hannelore Kühnen - Erinnerungen

Dieses Bild ist nicht so konsequent im kubistischen Stil gemalt, enthält teilweise eher realistische Elemente. Diesem Bild liegt der Film: Honig im Kopf zu Grunde. Hier ist die Verbindung zur Kindheit durch den Spielzeugbär und den Jungen dargestellt. Der Anzug mit der verrutschten Krawatte symbolisiert die verschwindende Erinnerung an das Berufsleben und das Auto die verloren gegangene Mobilität. Die Orientierungslosigkeit ist auch hier durch die kubistisch angedeuteten Häuser.

Carla Werner - Verzweiflung

Carla Werner - Verzweiflung

Da ich ein begeisterter Leser bin, wäre es für mich unvorstellbar, dass ich mir den Inhalt des Buches nicht mehr merken könnte. Daher purzeln die Buchstaben und der kleine Mensch ist verzweifelt.

Uta Hartmeier - In meinem Lebensnetzwerk fest verwoben

Uta Hartmeier - In meinem Lebensnetzwerk fest verwoben

Auf dem Bild sind senkrecht und waagerecht verlaufende Farbstreifen zu erkennen, grob verwoben wie ein Teppich. In jedem Streifen verändert sich der Verlauf: was gelb und hell anfängt, kann in unterschiedlichen Schattierungen grau, grün, blau, dunkel werden und sich dann z.B. wieder rosa, lila, blau aufhellen. Aber nicht in einer grellen, prallen Buntheit, sondern in sanfter Farbigkeit, wie das die Aquarelltechnik vorzüglich ermöglicht.

In das Netz eingefügt tauchen wie Icons oder Spots symbolhaft Bilder aus unterschiedlichen Lebensphasen und Lebensräumen auf, wie z.B. die Sparrenburg für den Geburts und Heimatort Bielefeld; Bäume, Rotkehlchen als Begleiter aus der Natur; Ehemann, Söhne und Enkel als wichtige Menschen auf dem Lebensweg; Wein für den Genuss; der jugendliche Körper.

Über allem schwebt ein dies alles behütender Engel mit Flügeln wie ein Regenbogen. Eine große Hand streckt sich aus, die das Leben auffängt und bewahrt. Das Meer als Sehnsuchtsort in allen Lebensphasen soll auch am Ende seine große Bedeutung als Ursprung für alles Leben behalten.

Mein Bild soll Wunsch und Hoffnung ausdrücken: Ich stelle mir vor, das Leben in meiner Demenz trotz der vermutlich nachlassenden körperlichen Kräfte und mentalen Fähigkeiten noch farbig zu empfinden und dass die Erinnerungen als feste Bestandteile im Netz verwoben und innerlich da sind.

Das würde nach meiner jetzigen Einstellung ein Aspekt für Lebensqualität sein: Bilder auch wenn Worte verschwinden!

Christin Wiegmann - Spiegelbild

Christin Wiegmann - Spiegelbild

Auf dem Bild schaut ein alter, demenzerkrankter Mann in den Spiegel. Dabei sieht er nicht das Spie-gelbild, das er eigentlich sehen müsste. Er sieht das gegenwärtige „Ich“ und das frühere „Ich“, aber nur zum Teil, weil das „Ich“ sich langsam auflöst.

Das ist meine Vorstellung davon, wie es für die Betroffenen dieser Krankheit sein könnte, wenn man sich an fast alles aus früheren Zeiten und der Kindheit erinnern kann, aber das „Heute“, das gerade Erlebte verschwimmt und verschwindet. Nach und nach löst sich durch den Gedächtnisverlust die Persönlichkeit des Betroffenen auf.

Rainer Benk - Gedanken verloren

Rainer Benk - Gedanken verloren

Kein Text vorhanden

Rainer Benk - Wenn die Vergangenheit zur Gegenwart wird

Rainer Benk - Wenn die Vergangenheit zur Gegenwart wird

kein text vorhanden

Gabriele Döpke-Sieber - Auf dem Kopf

Gabriele Döpke-Sieber - Auf dem Kopf

kein text vorhanden

Erika Engel - Gespaltene Persönlichkeit

Erika Engel - Gespaltene Persönlichkeit

kein text vorhanden

Gudrun Kahmeyer - Übergänge gestalten, Beziehungen halten

Gudrun Kahmeyer - Übergänge gestalten, Beziehungen halten

kein text vorhanden